In diesem Modul haben mich einzelne Thesen verschiedener Theoretiker überrascht und mein Interesse geweckt. Ich erwähne hier zwei Beispiele:
- Macht das Fernsehen, wie Neil Postman behauptet, „die Klugen klüger und die Dummen dümmer"? Um Neues zu lernen, brauchen wir Vorwissen und die Fähigkeit das neue Wissen mit dem alten zu verknüpfen, um es dann richtig einzuordnen. Die Dummen blenden dagegen die Lernimpulse einer Fernsehsendung aus, aber werden sie wirklich dümmer?
- Führt „unsere Medienumwelt, in deren Mittelpunkt das Fernsehen steht, ... zu einem raschen Verschwinden der Kindheit“? Ich glaube, dass heute die Kindheit auch aus anderen Gründen verschwindet. Der aktuelle Erziehungsstil der Kinder fördert derer Verantwortungs- und Entscheidungsfähigkeit, der Meinung der Kinder wird grosse Gewichtung beigetragen. Gleichzeitig werden die Kinder immer früher mit Lerninhalte konfrontiert, welche sie lange nicht brauchen, jedoch für ihre Zukunft von Vorteil sind. Andererseits gibt es vernachlässigte Kinder, die über die Medien Vorbilder suchen, wenn diese in der Wirklichkeit fehlen. Diese Tatsachen führen meiner Meinung nach auch zum Verschwinden der Kindheit.
Dank den vielen theoretischen Inputs und den intensiven Diskussionen kann ich nach diesem Modul die Medienwirkung auf Kinder und Erwachsene besser einschätzen. Ich möchte demnächst meine Schülerinnen und Schüler anregen, den eigenen Medienkonsum zu reflektieren und hoffe, dass diese Reflexion zu einem kritischen Umgang mit den Medien führt.